Auf dem Weg zur Resilienz
Dem Klimawandel energisch entgegenzusteuern, das ist eine Sache. Die Stadt Weinheim tut dies mit einer Vielzahl von Projekten und Aktionen, hat sich aber auch auf den Weg zu einer Klima-Anpassungs-Strategie gemacht, um Folgen des Klimawandels abfedern zu können.
Denn einige Entwicklungen sind nicht mehr aufzuhalten – jedenfalls nicht in nächster Zeit. Beispiel: In den zurückliegenden Jahrzehnten stiegen die Durchschnittstemperaturen nicht nur weltweit, sondern auch lokal merklich immer weiter an. In Weinheim betrug der durchschnittliche Temperaturanstieg zwischen 1979 und 2024 sogar 2,3 Grad Celsius. Das ist spürbar und bleibt nicht ohne Folgen. Weitere Konsequenzen aus dem Klimawandel können auch Starkregenereignisse sein oder eben grundsätzlich extreme Wetterlagen.
Die Stadt hat sich daher jetzt auf den Weg zu einer Klima-Anpassungs-Strategie gemacht, um Folgen des Klimawandels abfedern zu können. Für diesen Prozess gibt es Fördermittel des Landes. Die Frage ist, wie kann sich eine Stadt, wie können sich die Menschen auf die Folgen des Klimawandels einrichten – wie können sie ihre Resilienz steigern. Jeder für sich, aber auch als kommunale Gemeinschaft. Dabei geht es zum Beispiel um kühle Orte, eine öffentliche Trinkwasserversorgung, aber auch um ein Starkregenmanagement.
Neulich fand im Alten Rathaus ein Workshop mit über 30 Akteurinnen und Akteuren aus verschiedenen Bereichen der Stadt, auch aus der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik statt, aber auch zum Beispiel aus Gesundheitseinrichtungen und sozialen Organisationen, geleitet von einem Fachbüro.
Am Mittwoch, 4. Februar, wird das Klimaschutzteam einen ersten Bericht zu diesem Workshop und den aktuellen Tätigkeiten im Gemeinderat vorstellen (16 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rolf-Engelbrecht-Haus), in der zurückliegenden Woche gab es dazu erste Signale im Ausschuss für Technik und Umwelt. Das Gremium bestärkte die Stadtverwaltung, ihren Weg weiterzugehen.
Drei konkrete Ziel wurden im Workshop definiert: Die Sensibilisierung und Aufklärung der Bürgerschaft, denn konkrete Hitzeschutzmaßnahmen sowie eine verbesserte Gebäudebegrünung. Das kommunale Klimaschutzmanagement und die Gemeinderatsmitglieder am Ratstisch waren sich einig: Der Umgang mit den heute bereits spürbaren sowie zukünftig noch zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels erfordert ein strukturiertes gemeinsames Vorgehen sowohl innerhalb der Verwaltung als auch in der Zusammenarbeit mit externen Partnern als Basis für die Erarbeitung einer wirksamen kommunalen Klimaanpassungsstrategie.
