„Die Stadt lebenswert erhalten“

Zufallsbürger und Interessensvertreter aus dem Beteilgungsprozess

Der Nachhaltige Mobilitätsplanung für Weinheim ist auf die Zielgeraden eingebogen. Beim Weinheimer Herbst am 13. September wird der Plan, den das Amt für Stadtentwicklung in den zurückliegenden zwei Jahren mit Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt erarbeitet hat, offiziell an Oberbürgermeister Michael Möslang übergeben. Dann ist die Bürgerbeteiligung abgeschlossen.
 

Die Dürreplatzbühne sei der richtige öffentliche Ort für diesen symbolischen Akt, findet auch Bürgermeister Andreas Buske, der den Prozess aktiv mitgestaltet und begleitet hat. Dann sollen die Planinhalte in den politischen Gremien diskutiert, die Umsetzungen beschlossen werden – als Paket, aber auch im Einzelnen. „Dieser Mobilitätsplan ist die beste Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat“, beschreibt Buske.
Die „Alltagsexperten“, so der Bürgermeister, die sich in verschiedenen Formaten und Veranstaltungen eingebracht haben, wurden jetzt von der Stadt zu einem „Dankeschön-Abend“ eingeladen, um als erste die Ergebnisse zu sehen. Ein Umtrunk mit geselligem Ausklang und guten Gesprächen schloss sich an.
Andreas Buske erinnerte an den Ursprung des Nachhaltigen Mobilitätsplanes, für den die Stadt Fördermittel des Bundes und des Landes akquirieren und zwei professionelle Büros zur Unterstützung beauftragen konnte: Eines für die verkehrsplanerischen Themen, das zweite für die professionelle Begleitung des Beteiligungsprozesses.
Sebastian Hofherr, Geschäftsführer des Darmstädter Verkehrsplanungsgesellschaft R+T, und Thomas Erler von „Wer denkt was?“  führten gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Weinheimer Amtes für Stadtentwicklung auch durch den Dankeschön-Abend – ein eingespieltes Team aus etlichen Öffentlichkeitsveranstaltungen in den vergangenen beiden Jahren. Die beiden erfahrenen Profis bescheinigten den Vertretern der Stadt und der Bürgerschaft ein „sehr angenehmes und konstruktives Miteinander“.

Alexandra Schiebeck und Tanja Franke von der Verkehrsplanung der Stadt Weinheim 

Der Bürgermeister betonte, dass Weinheim wegen einer gut vorbereiteten Antragsstellung als eine von 31 Kommunen in Deutschland in den Genuss dieser Förderung kam und dadurch eine Art Pilotfunktion bekommen hat.
An die 300 Personen haben sich aktiv in den Prozess eingebracht, entweder als sachverständige Interessensvertreter oder als „Zufallsbürger“ ausgewählt. In zwei Online Befragungen wurden außerdem von rund 250 Mitwirkenden etwa 1800 Stimmen, Kommentare und Vorschläge eingebracht – unterm Strich wurden in den Prozess etwa 5000 Meinungen und Einschätzungen bewertet. „Es war ein heterogener Auszug aus der Weinheimer Stadtgesellschaft“, beschrieb Buske.
Andreas Buske bedankte sich auch für das Engagement der aktiv Beteiligten – heruntergerechnet auf jede einzelne Person hat jeder und jede Mitwirkende etwa 17,5 Stunden in den Beteiligungsprozess investiert. Eine moderne, klimagerechte Mobilität, die eine gesunde und praktische Mobilität in den Fokus rückt, so Buske, sei ein wichtiger Bestandteil einer „lebenswerten Stadt“.
Tanja Franke vom Amt für Stadtentwicklung im Weinheimer Rathaus erklärte die weiteren Schritte. Am Weinheimer Herbst zur Übergabe des Planes werden an einem Info-Stand die Besucher informiert. Die politischen Gremien werden dann über eine der die Planung samt einer ersten Priorisierung für die Umsetzung beraten und die nötigen Beschlüsse fassen.   
 

(Erstellt am 28. Juli 2026)

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