Eltern stärken und Wege eröffnen

Eltern-Info-Café an der DBS -Werkrealschule

Bei den mehrsprachigen Elterninfocafés des Weinheimer Bildungsbüros kommen Eltern, Jugendliche und Fachkräfte miteinander ins Gespräch. Neue Perspektiven, Orientierung und konkrete Schritte für den Berufseinstieg stehen dabei im Mittelpunkt – dieses Netzwerk ist eine Weinheimer Spezialität.
 

„Nicht das Studium ist maßgebend, sondern ob der erlernte Beruf zu den Fähigkeiten und Stärken meines Kindes passt.“ Mit dieser Aussage brachte eine Mutter jetzt beim Elterninfocafé des Bildungsbüros auf den Punkt, was viele Familien beschäftigt: Wie gelingt Jugendlichen nach der Schule ein guter Start in die berufliche Zukunft – und wie können Eltern sie begleiten?
Gerade der Übergang von der Schule in den Beruf ist für viele Familien eine entscheidende Phase. Informationen sind zugänglich, aber nicht immer für alle Eltern verständlich. Dies betrifft besonders Eltern, die das deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem noch nicht gut kennen. Umso wichtiger sind Formate, die Orientierung bieten, Vertrauen schaffen und den direkten Austausch ermöglichen. Genau hier setzen die mehrsprachigen Elterninfocafés im Rahmen des Projekts TEMA+ an.
 
Persönliche Ansprache als Schlüssel
 
Die Elterninfocafés richten sich an Eltern von Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 10 an der Friedrich-Realschule (FRS) und der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule (DB WRS). Organisiert werden sie von den Elternberaterinnen Halise Yüksel und Güller Yildiz gemeinsam mit den Sprach- und Kulturmittlerinnen Ahlam Tayyib und Iryna Eisenlohr. Durch ihre enge Anbindung an die Familien und die persönliche Ansprache gelingt es dem Bildungsbüro, Eltern für die Veranstaltungen zu gewinnen, die schulische Angebote aufgrund sprachlicher oder kultureller Hürden sonst eher selten wahrnehmen.
Kürzlich fanden an beiden Schulen Elterninfocafés statt. Rund 45 Eltern nahmen gemeinsam mit ihren Kindern am Übergang Schule/Beruf daran teil. Die Gespräche waren nach Sprachgruppen organisiert, sodass jede Gruppe direkt Fragen stellen und Antworten erhalten konnte. Thematisch ging es dabei unter anderem um bevorstehende Schulabschlüsse, Ausbildungsmöglichkeiten nach Hauptschulabschluss und Mittlerer Reife, duale Ausbildung, weiterführende Schulen, Wege ins Studium, Anmeldefristen, Praktika oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Und in der Friedrich-Realschule

 
Unterstützung durch starke Partner
 
Zu den Gesprächspartnern gehörten Schulleitungen, Schulsozialarbeiterinnen, BO-Lehrerinnen, Berufscoaches von Job Central, Berufsberaterinnen der Agentur für Arbeit und ehemalige TEMA+-Projektteilnehmerinnen, die als Role Models fungierten. Wie unmittelbar sich aus den Gesprächen neue Optionen ergaben, schilderte ein Vater nach dem Austausch mit der Berufsberaterin: „Angeregt durch das Gespräch wird meine Tochter jetzt ein FSJ-Jahr machen.“ Ein Role Model berichtete eindrücklich von ihren Erfahrungen und betonte die Bedeutung von Praktika: „Mein Sohn tat sich in der Schule schwer, doch über ein Praktikum, bei dem er einen guten Eindruck hinterlassen hat, hat er den Einstieg in die Ausbildung geschafft.“
 
Elterninfocafés als gelebte Integration
 
Auch aus Sicht der Schulen ist das Format ein Gewinn. „Die Gespräche mit den Eltern haben mir gezeigt, wie wichtig dieser Austausch ist, um Berufswünsche und -vorstellungen von Kindern und Eltern mit den notwendigen Voraussetzungen abzugleichen“, sagte Judith Iwanowitsch, Schulsozialarbeiterin der FRS. Jorma Sagner, Schulleiter der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule, betonte: „Diese Art des Beisammenseins ist so wertvoll. Schule lebt vom persönlichen Kontakt. Schülerinnen und Schüler und Eltern aller Nationalitäten und Kulturen sind Teil unserer Werkrealschule. Auch das Elterncafé ist gelebte Integration.“
Die Veranstaltungen bildeten zugleich den Auftakt für weiterführende Beratungen. An der Friedrich-Realschule folgten vertiefende Familienberatungen, an der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule Laufbahn- und Berufswegeplanungsgespräche. Die Elterninfocafés machten deutlich, wie wertvoll persönlicher Austausch ist. Vertrauen entsteht, neue Denkanstöße werden gegeben und konkrete nächste Schritte entwickelt – eine gute Grundlage für weitere Begleitung und Zusammenarbeit.
 
Infos zu weiteren Angeboten für Eltern und (junge) Erwachsene gibt:   
Agathe Huller-Haastert, Mail: agathe.haastert@bildungsbuero-weinheim.de
 
 

(Erstellt am 28. Januar 2026)

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