„Aus dem Schloss in die Gassen“
Michael Möslang hat als neuer Weinheimer Oberbürgermeister am Montag im Weinheimer Rathaus seinen Dienst angetreten – das Kennenlernen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stand ganz am Anfang, so wird es auch noch ein paar Tage gehen.
Am Mittwoch, 29. Juli,19 Uhr, wird er im Rolf-Engelbrecht-Haus offiziell verpflichtet. Nach der Gemeinderatssitzung, die dazu erforderlich ist, sind die Bürgerinnen und Bürger zu einem kleinen Umtrunk an der Heidi-Mohr-Halle eingeladen.
Gleich am Montagmorgen setzte sich der neue OB mit seinem engeren Umfeld zusammen, um die nächsten Tage abzustimmen: Vor allem Kennenlern-Termine in- und außerhalb des Rathauses. Am Dienstagmorgen wird der neue Rathauschef den Bauhof besuchen und Brezel zum Frühstück mitbringen, Dienstag und am Donnerstag gibt er für seine Mitarbeitenden an der Weinheim Galerie und im Schloss ein Eis aus.
Dann ist ein OB beim „Onboarding“ am neuen Arbeitsplatz auch nur ein Mensch wie jeder andere: Endgeräte einrichten, Passwörter vergeben, neue Programme kennenlernen, Schlüsselübergabe und so weiter.
Im ersten Pressegespräch am Nachmittag ging Möslang dann auf bevorstehenden Veränderungen und einige seiner Ziele ein. Die Kerwe steht bevor, die passende Tracht hat er schon anprobiert, seine Frau Manuelaebenfalls. „Das wird schweißtreibend“, schmunzelte er. Für die Kerweredd‘ wird er noch einige Worte Kurpfälzer Mundart lernen, kündigte er an. Übrigens hat er eine Wohnung gefunden, zentral in der Grabengasse und in Fußweg-Nähe zum Rathaus. Schon am Wochenende wird umgezogen.
Als Dienstwagen, verriet er den Medien, wird er einen VW-Bus bekommen, der als mobiles Büro auch für Bürgersprechstunden dienen soll – vor allem in den Ortsteilen. Überhaupt will er im neuen Zuhause und bald dann auch in seinem OB-Bus sehr nahe an den Menschen sein. „Aus dem Schloss in die Gassen“, bezeichnet er es. Und schließlich könne man als OB nur „Politik für die Stadtgesellschaft machen, wenn man selbst ein Teil der Stadtgesellschaft ist“. Der erste Tag, „auf den ich sehr lange hingearbeitet habe“, so Möslang, gebe ihm „ein gutes Bauchgefühl“. Und er lerne „ständig neue Leute kennen, die so wie ich für diese Stadt brennen“.
