Der „White Star“ als neues Wahrzeichen
Für die nächsten Tage hat Weinheim ein neues Wahrzeichen - auf Augenhöhe mit dem Schlossturm und (fast) mit den Burgen. Am Dienstag hat auf dem Platz am Roten Turm bereits der Aufbau des Riesenrades begonnen, am Mittwochnachmittag soll es sich schon drehen und die Gondeln durch luftige Höhen schaukeln.
Während der Weinheimer Kerwe vom Freitag, 7. bis Montag, 11. August, wird es wieder Tausende Besucher im Kreis herum transportieren.
Am Dienstag gegen 13 Uhr hörte man schon von Weitem die Dieselmotoren der drei Tieflader, die sich in Richtung Kerwegebiet wälzten. Rund 40 Tonnen wiegt ein Laster samt Auflage. Darauf: Das Riesenrad der Wormser Firma Göbel, eines fünf im großen Schausteller-Familienbetrieb. Der Aufbau wurde begleitet von Marktmeisterin Tamara Matz und ihren Kollegen vom Gemeindevollzugsdienst.
Juniorchef Tobias Göbel springt aus dem ersten Gefährt, ein Kollege rangiert mit der Rückwand möglichst nah an den Grenzzaun des Platzes, dicke Stromkabel werden verlegt und angeschlossen. Dann kann der Aufbau des Riesenrades beginnen; es ist seit vielen Jahren eine besondere Attraktion der Weinheimer Altstadtkerwe. „Wer diesen Platz ausgesucht hat, dem gehört ein Orden“, grinst der junge Schausteller – zufrieden mit dem Ort seines Aufbaus. „So mitten in der Altstadt, das haben wir selten“, beschreibt Göbel. Entsprechend gut laufen die Geschäfte auf der Weinheimer Kerwe, berichtet er. „Für die Passagiere ist das immer ein besonderes Gefühl“.
In diesem Jahr baut Göbel erstmals in Weinheim das Riesenrad-Modell „White Star“ auf, das eher märchenhaft-verspielt aussieht, filigran und anders als das „Colloseum“ in den Jahren zuvor. „Das technisch modernste Riesenrad, das wir haben“, erklärt Göbel. Aber der „White Star“ steht in den Daten und Fakten seinem mächtigen Vorgänger nicht nach: 26 Gondeln drehen am Rad, das an der höchsten Stelle 37 Meter misst. Aber der Aufbau geht schneller. Innerhalb kurzer Zeit wurden die drei Tieflader zusammengeschraubt und als Unterfläche aufgeklappt, mit dicken Holzklötzen wurde zuvor eine ebene Fläche aufgebaut. Dann schiebt sich das Riesenrad Viertel um Viertel nach oben, bis es einen Kreis ergibt.
Nach der Installation kontrolliert die Amt für Baurecht den ordnungsgemäßen Aufbau und die TÜV-Prüfberichte. Dann, am Freitagmittag, ist Zeit, dass sich was dreht.
