Weinheim geht in die Stichwahl
Weinheims neuer Oberbürgermeister wird erst am 17. Mai gewählt. Im ersten Wahlgang am Sonntag konnte kein Bewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen – also gibt es eine Stichwahl.
Dabei treten die besten zwei Bewerber an. Das sind Michael Möslang, der Bürgermeister von Linkenheim-Hochstetten. Und Alexandra Kriegel, die in Weinheim lebt und in Mannheim einen großen städtischen Eigenbetrieb leitet. Möslang (43), der von CDU, Freie Wähler und FDP unterstützt wird, bekam im ersten Wahlgang 39,3 Prozent der Stimmen. Alexandra Kriegel, 56, Kandidatin der SPD, erhielt 24 Prozent der Stimmen. Laut Gemeindeordnung kommen nur diese beiden ersten Bewerber eine Runde weiter. In der Stichwahl reicht dann die einfache Mehrheit der Stimmen.
Beide Kommunalpolitiker drückten in einem ersten Statement nach der Feststellung des Endergebnisses gegenseitige Wertschätzung für einen fairen aber auch inhaltsstarken Wahlkampf aus. Nun sei es ein Anliegen, das Profil weiter zu schärfen und die eigenen Anliegen herauszuarbeiten. Die Wahlbeteiligung lag mit knapp 46 Prozent eher niedrig.
Auf dem dritten Platz landete der Adelsheimer Bürgermeister Wolfram Bernhardt von den Grünen mit 17,6 Prozent, dann folgten Carsten Labudda (Die LINKE) mit 8,7 Prozent sowie die parteilosen Marcel Fieger (4,9 Prozent), Heiko Stilgenbauer (3,8 Prozent), Matthias Hördt (1,5 Prozent) und Awais Buttar (0,1 Prozent).
Die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters der Großen Kreisstadt Weinheim war erforderlich geworden, weil Amtsinhaber Manuel Just (parteilos) zum neuen Landrat des Rhein-Neckar-Kreises aufgestiegen ist.
Im Weinhemer Rathaus hat jetzt das Wahlamt weiterhin alle Hände voll zu tun. Ab Montagmorgen um 8 Uhr ist das Briefwahlbüro schon wieder geöffnet.
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